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Vorwort

Lowry Heath W.*
Die Hintergrundsgeschichte zu Botschafter Morgenthaus Memoiren
 

 !à€@="justify">Ambassador Morgenthau’s Story schildert die “Geschichte” seines Streifzuges in die Welt der internationalen Diplomatie.

Was die Ausgestaltung der Art und Weise anbelangt, in der aufeinander folgende Generationen von Amerikanern ein bestimmtes Volk und Land beurteilt haben, so kommen dem Einfluß des Buches, das als Ambassador Morgenthau’s Story bekannt wurde, nur wenige andere gleich. Als Angelpunkt heftiger anti-türkischer Gefühle, die die amerikanische öffentliche Meinung in den 20er Jahren beherrschen sollten und deren Überreste noch heute sichtbar sind, nährt das Morgenthau-Buch als primäre Quelle weiterhin die Überzeugung, die Regierung der Jungen Türken des Osmanischen Reiches habe ein vorsätzliches Massaker an seiner armenischen Minderheit unter dem Deckmantel des Ersten Weltkrieges verübt.

Diese Untersuchung trachtet nicht danach, die Frage zu beantworten, ob das Schicksal osmanischer Armenier während des Ersten Weltkrieges als “Völkermord” bezeichnet werden sollte oder nicht. Es ist aber eine Arbeit, die sich mit der Frage der Glaubwürdigkeit des Botschafters der Vereinigten Staaten, Henry Morgenthau, als eine Quelle der Geschichte jener Zeit, so wie sie in Ambassador Morgenthau’s Story porträtiert wird, beschäftigt. Es ist notwendig, dieses Dementi zu machen aufgrund der Tatsache, daß Partisanen der Diskussion um türkisch-armenische Beziehungen während des Ersten Weltkrieges - seien es Türken oder Armenier - dazu neigen, ihre Positionen mit Scheuklappen zu verteidigen, die ihnen ohne Rücksicht auf das umfassendere Bild lediglich erlauben, das zu sehen, was sie sehen wollen. Daher werden Armenier mit höchster Wahrscheinlichkeit einen Angriff auf die Glaubwürdigkeit von Ambassador Morgenthau’s Story als eine Quelle osmanischer Geschichte zur Zeit des Krieges mit einer “Verneinung des Völkermordes” gleichsetzen, während Türken einen Angriff auf Morgenthaus Glaubwürdigkeit sicher als Angriff auf die armenische Anklage eines “Völkermordes” interpretieren. Nach Ansicht des Autors ist durch den Umfang der vorliegenden Studie keine der beiden Auslegungen gerechtfertigt.

Ich möchte Justin McCarthy meine Dankbarkeit aussprechen, dessen sorgfältiges Lesen und hilfreiche Kommentare zu dem Wert dieser Arbeit - wie immer dieser einzuschätzen ist - beigetragen haben, obwohl alle Unzulänglichkeiten allein die meinigen sind.

Washington, D.C. 12. Juli 1990
 
Heath W. Lowry

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* Author -
- Die Hintergrundsgeschichte zu Botschafter Morgenthaus Memoiren
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